Vertikaler Umschlag

Allgemein

Der klassische Umschlag in Terminals des Kombinierten Verkehrs findet „vertikal“ statt. Beim vertikalen Umschlag werden Ladeeinheiten des Kombinierten Verkehrs von bzw. auf verschiedene Verkehrsträger mittels einer Hubanalage angehoben und umgeladen sowie zur Zwischenabstellung gestapelt.

Vertikale Umschlagsysteme eignen sich besonders bei:

Die Systeme sind für den Umschlag höhere Gewichte (Tonnagen) ausgerichtet und zeichnen sich durch eine hohe Umschlagsfrequenz (pro Minute) aus. Die Möglichkeit des Massenumschlags ist gewährleitet. Aus wirtschaftlicher Perspektive bedarf es für den Einsatz vertikaler Umschlagsysteme ein Mindestumschlagsaufkommen.

Kräne

Krananlagen sind gängige vertikale Umschlaggeräte in Terminals des Kombinierten Verkehr. Sie werden sowohl im Kontinentalen Verkehr als auch im Seehafen-Hinterlandverkehr eingesetzt. Kräne arbeiten platzoptimiert, da sowohl lange Fahrwege als auch Wende-/Rangiermöglichkeiten wegfallen. Die Ladeeinheiten können durch die Kranbewegung vollständig gewendet werden. Anhand technischer Eigenschaften lassen sich zwei klassische Krananlagentypen für den Einsatz im KV unterscheiden:

Quelle: KoneCranes

Auslegerkran (Ship-to-Shore Cranes – STS): Konventioneller Hebekran, der die Last mit Hilfe eines Seils über einen Schwenkarm hochhebt. Der Umschlag von ITE* erfordert, dass das Seil mit den Eckbeschlägen der ITE verbunden wird. (EU, CEMT, UN/ECE). Auslegerkräne bilden die direkte Schaltstelle zwischen Schiff und Kaikante.

Quelle: KoneCranes

Portalkran (Gantry Crane): „Hebegerät für den Vertikalumschlag, das die Ladespuren durch ein auf seitlichen Stützen montiertes Portal überbrückt. Diese Stützfüße können auf Schienen oder mittels Reifen üblicherweise auf einem begrenzten Raum bewegt werden. Die Ladung kann in den 3 Dimensionen der Höhe, Breite und Länge nach bewegt werden. Solche Kräne werden normalerweise für den Umschlag Straße-Schiene und/ oder [Binnen-]Schiff-Hafen verwendet. EU, CEMT, UN/ECE). Unterschieden wird zwischen schienengeführten Portalkränen (RMGs) und Portalkränen mit Gummibereifung (RTGs).

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stapler

Stapler zählen zu den Flurförderfahrzeugen und arbeiten ebenfalls mit einer vertikalen Technik. Mit frei beweglichen Rädern können sie höhere Geschwindigkeiten erreichen und somit Wartezeiten am Terminal verhindern. Dabei sind sie sowohl für den Umschlag, als auch für den Transport auf dem Terminalareal geeignet. Die technische Ausstattung eines Staplers umfasst Top- bzw. Seiten-Spreader sowie Greifzangen bzw. Gabeln. Angetrieben werden die Fahrzeuge durch Diesel (Außenbereich), Gas (Innen- und Außenbereich) oder mit Strom und Benzin (kaum mehr vorhanden). Stapler werden in Voll- und Leercontainer-Stapler unterschieden, welche in verschiedenen Ausführungen angeboten werden.

Reach Stacker
(Greifstapler)

Top Lifter
(Frontstapler)

Straddle Carrier
(Portalhubwagen)

Vertikale umschlagsysteme für nicht-kranbare sattelauflieger

Auch nicht-kranbare Sattelauflieger (ohne vorhandene Greifkanten) können im Kombinierten Verkehr vertikal umgeschlagen werden. Hierfür wurden spezifische vertikale Umschlagtechnologien entwickelt, welche die Aufnahme durch Kräne ermöglichen.